Christian Wiesinger

 

Christian Wiesinger, 1961 in Vöcklabruck geboren, lebt und arbeitet als Leiter für Jeux Dramatiques und Autor in seiner Wahlheimat  St. Willibald.    

Bücher

„So stehen wir staunend vor diesen Leben, die sich uns nach und nach erschließen, manchmal erst im Leid, im abklingenden Licht des Lebensabends, wir stehen davor und suchen die passenden Worte zu finden“ Johann Ranseder, so heißt unser Protagonist, spürt plötzlich ein unangenehmes Ziehen an seiner rechten Schläfe, zwar nur zwei Sekunden lang, aber genügend lange, um ihn damit in Aufregung zu versetzen. Denn das Ziehen weitet sich aus zu einer fatalen Diagnose, die sein Leben abrupt zu beenden droht. Sein Leben als Banker, das bisher so glatt und vorhersehbar abgelaufen ist, wird in kürzester Zeitspanne aus der Sicherheit seines Daseins herauskatapultiert. Er fällt ins Bodenlose und irrt in seiner auserkorenen Heimatstadt Frankfurt wie ein verlorenes heimatloses Kind umher. Einzig und alleine Luise, seine Exfreundin, gibt ihm noch ein wenig Halt, sie hilft ihm in der ihm verbleibenden Zeit die wesentlichen Lebensdinge noch zu ordnen. Was Johann Ranseder am meisten schmerzt ist der zusehende Verlust seiner Autonomie. Bis zu seinem Ableben wehrt er sich mit allen Kräften dagegen, diese letzte ihm verbliebene Freiheit mit allen Mitteln zu verteidigen. Mutig stellt er sich seinem letzten Lebensabschnitt.

 

Christian Wiseinger

Die Rückseite des Mondes