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Heinz Kröpfl

Die Leere des Himmels und der Erde

Umschlossen von einer mehrschichtigen, gleichermaßen surrealen wie parabelhaften Rahmenhandlung, kommt es im Park einer Nervenheilanstalt zu einem kurzweilig-intensiven philosophischen Dialog zwischen einem über hundertjährigen Patienten und einer auf Orientierungssuche befindlichen, kritischen jüngeren Frau über Gott, die Welt und den Menschen. Wiederholte Unterbrechungen durch ebenso verstörende wie hermetisch-traumartige Erzählsequenzen gewähren tiefe Einblicke in die seelischen und biografischen Abgründe der Frau. Gezeichnet von einem traumatischen Verlust und scheinbar ausweglos gefangen in einem pathologischen Spannungsfeld zwischen Sehnen und Flucht ist jedoch auch der Greis. Die Frau – ist sie Ärztin? ist sie Patientin? – diagnostiziert gegen Ende den Tod Gottes. Und muss zur Kenntnis nehmen: dass dies offenbar einzig aus ihrem Verschulden geschah. Doch: Wird damit endgültig das letzte Wort gesprochen sein?

 

Günter Giselher Krenner

Menschenschlag

„Menschenschlag“ besteht aus 40 Satiren, die das Leben ländlicher Bevölkerung karikiert. Lebensweise, Gewohnheiten, Zusammenleben, … charakterisieren einen typischen österreichischen Menschenschlag.

Monika Krautgartner

Von Frauen, die schnarchen und Männern mit Bauch

Konsulentin Monika Krautgartner, geb. 1961, Buchstabenmutter® aus dem Innviertel, hat bereits rund 60 Bücher veröffentlicht, darüber hinaus zahlreiche (Kinder)Bücher illustriert. Den Charme ihrer Texte macht neben ihrer großen Sprachkunst der hintergründige, oft plakative Humor aus, den sie meisterhaft einsetzt, um Statements zu setzen. Mit ihrem neuesten Werk lädt sie ihre Leserinnen und Leser auf eine kurzweilige Reise ein. Manchmal schreiend komisch, manchmal am Nerv des Herzens kratzend, zeigt sie in ihren Kurzgeschichten und „gereimten Schmankerln über Frauen“ was sie fühlt, wie sie denkt, wer sie ist.

 

Ingeborg Kraschl

Unausweichlich

In der umfangreichsten Erzählung „Unausweichlich“ (1. Teil) werden Lebensentwürfe in Frage gestellt, andere mögliche gesucht, wobei eine Person immer auf ihr Alter Ego trifft. Im 2. Teil des Buches folgen unterschiedliche Erzählungen, in denen menschliche Situationen thematisiert werden, die in ihrer Dringlichkeit kaum eine Veränderung zulassen.

Martina Sens

PoeSENSkalender

Eine zeitlich gegliederte doch übergreifende, unvollständige Übersicht historischer oder aktueller Personen und Ereignisse in lyrischer Form.

Sens'sche Poesie – nicht immer poetisch, doch nie senseless.

Fritz Huber

Die Schattengondel

Fritz Hubers Gedichte sind selten beim ersten Mal zu fassen, zu groß ist die Gefahr, dass einem etwas entwischt zwischen den Zeilen, zu akribisch geht er mit seinem Wortschatz um, der sich ständig zu erneuern scheint; den er selbst ständig erneuert. Er ist ein Suchender, ein Horchender, ein genauer Beobachter, ein Aufspürer von neuen Bedeutungen, die er seinen Worten verleiht, ein Gratwanderer zwischen Wahrheit und Illusion, ein Wort- und Gedankenspieler. Und ein Verknapper, kein Freund von langweiligen Längen. Was schon längst gesagt werden muss, wird behutsam eingefangen, niedergeschrieben, geschliffen und reduziert, bis es endlich fertig dasteht: als Gedicht.

 

Juta Tanzer

dieses andere Glück

„dieses andere glück“ mag für die Autorin im „verweilen zwischen den worten“ liegen. Für die Leser/innen liegt es im Mitdenken, Hineinhorchen, Hineinfühlen dürfen in Sprachverdichtungen, Haikus, Liebesgedichte und Prosatexte in der Spannung zwischen zart Angedachtem und nachdrücklich Feststellbarem. Juta Tanzer „legt worte auf den tisch“ um „messerscharf die erinnerung in kleine stücke zu schneiden“, „nimmt der zeit ihre bedeutsamkeit“, „bewertet erfahrung als folge der lust am denken“ und „beschließt, das alter um jene spanne zeit zu schieben, die sie noch zum lieben braucht“. Tina Tanzers Fotos sind nicht Illustration der Gedankenkapitel, sondern liebevolle Fährte in sie hinein. Den Leser/innen wünscht man, es möge „zeit vom himmel schütten“, um dieses Buch richtig genießen zu können.

Dr. Bärbl Gläser, Journalistin und Bücherfreundin

 

Eva Kapsammer

Vor der gläsernen Tür

Ihr fror. Der Februartag des Jahres 1945 war kalt und windig. Sie wickelte ihre Jacke um die Taille, seufzte und wandte sich um. Sie schleppte sich zum Wasserhahn, griff nach dem Blecheimer und ließ reichlich Wasser einlaufen, um die Spuren ihrer Übelkeit vom Hof ihres Elternhauses wegzuschwemmen. Musste ja niemand wissen. Durfte ja niemand wissen …

Lotte Riedlsperger

stadt.land.dorf

Diese Texte wollen an die Wurzeln gehen: wo kommen wir her, aus welchem Boden sind wir gewachsen, welche Erzählungen haben uns geformt. Es geht dabei nicht nur um das persönliche Erleben, sondern um alles, was zu uns gehört und uns geprägt hat, die Zeit, die Landschaft, die Menschen und nicht zuletzt die Träume.

Barbara Claudia Keller

Jahrmarkt

`Jahrmarkt´ ist wie das vorangegangene `Nachtkastlbuch´ ein kurzweiliges und buntes Lesebuch mit Geschichten, Reiseberichten, Notaten, Zeitgeschichtlichem, ausgepolstert mit Witzen und – nach bewährter Manier – auch wieder ein paar einfachen Kochrezepten. In Erscheinung treten immer wieder Selbst- und Fremderlebtes, Erhörtes und Unerhörtes sowie erzählende Miniaturen.

Karin Gayer

Separation

In zwölf Erzählungen zeichnet Karin Gayer Antiheld/innen als Held/innen im Hier und Heute: Sie sehnen sich nach Verbundenheit, sie träumen von Freiheit, streben nach Selbsterkenntnis und ermüden nachhaltig in einer Rund-um-die-Uhr-Leistungsgesellschaft, die in ihren Augen der Muße abgeschworen hat. Nahe an den Figuren bzw. aus deren Perspektive erzählt die Autorin von so manchen tragikomischen Momenten und von Wendepunkten: in der Arbeit, in der Liebe.

Eva Löchli

unter tag licht

Diese Gedichte führen direkt unter die Oberfläche. Das lyrische Ich bewegt sich gleichsam an Orten in und unter der Erde. So stehen etwa Höhlen oder Krater für Bedrängnis und Fremdheit, jedoch meist verbunden mit einer Bewegung in Richtung Weite und Licht. Die poetischen Bilder, die vor allem aus der Natur oder der seelischen Erfahrungswelt stammen, sind nicht immer leicht zugänglich, lassen jedoch Raum zum Durchblicken und Atmen.  Ziele sind für die Autorin eine dialogische Gestaltung sowie Durchlässigkeit und Musikalität.

 

Michael Beisteiner

zwischenlandungen

Das Kleine, das Beiläufige, das Übergangene, ein bisschen Magikk zeichneten in diesem Buch die Worte. Diese Gedichte sind flüchtig wie Licht und knapp wie Augenblicke.

Helena Este Adler

HERTZ 52

Vanta* Vest, eine Kunstlehrerin mit einem Faible für gewöhnungsbedürftigen Wortwitz und einer Schwäche für gescheiterte Existenzen, schreibt den Alltag auf und ab und zu erfindet sie. Wo Drama ist, ist Vanta Vest. Oder umgekehrt? Na freilich. Die Gossendiva inszeniert. Zum Beispiel bei Axel, ihrem deutlich älteren Partner, dem intellektuellen Künstler, der an chronischem Selbstmitleid laboriert - seine Affären, die möglicherweise überinterpretiert sind. Hat er jetzt? Der Axel? Der schlaksige Kerl mit dem Walbauch, ihr persönlicher Hertz 52? Und was ist dementsprechend ein Vanta schwarzes „Happy End“? 

 

Jonathan Löffelbein

Der Bock singt

Bei einem Spaziergang begegnet ein namenloser Student einer Schildkröte und kann nicht anders, als dieser nachzulaufen. Als das Reptil ihn in ein Leichenhaus führt und er dort ein totes Mädchen erblickt, ist er von diesem fasziniert. Doch seine Betrachtung wird gestört und die Leiche abtransportiert. Eine verstörende Suche beginnt.

Peter Assmann

und Erotisches

... und Erotisches beschaeftigt uns viel oefter als wir denken. Viel oefter auch als uns lieb ist. Bestaendige Spuren fuehren zu Vorstellungen, zu faszinierendem Begehren und weiterfuehrenden Annaeherungen. Worte verschraenken sich mit Bildern, und immer wieder neuen Bildern, zur Annaeherung an ein anderes erweitert Unbeschreibliches: Das mit Abstand wichtigste und interessanteste Geschlechtsorgan des Menschen ist - immer noch und immer wieder - sein Gehirn ...

Christian Wiesinger

Man lebt zweimal

Jan und Margaretha lernen sich auf absonderliche Weise kennen, wie es in der Liebe halt oft so geschieht. Doch ihr inniges Zusammensein zerbricht jäh. Ein dunkles, schreckliches Geheimnis, das bis in die NS-Zeit zurückreicht, lässt Jan davonlaufen. Er begibt sich auf eine Odyssee. Als ihn Margaretha wiederfindet, erkennt sie ihn fast nicht wieder, sosehr ist sein Wesen verändert. Sie findet auch keinen Draht zu ihm. Doch sie gibt nicht auf. Sie fasst einen außergewöhnlichen Plan, um ihn wieder zurückzugewinnen. 

Fritz Popp

FÜRCHTET EUCH RUHIG!

Angeblich findet sich in der Bibel 365 Mal die Aufforderung „Fürchtet euch nicht!“ Selbst im Weihnachtsevangelium. Diese große Anzahl weist darauf hin, dass es wohl Gründe genug für ernste Befürchtungen aller Art gäbe. Das Fürchten wieder zu lernen, das will dieses Buch unterstützen. Setzen Sie sich also dem Gefühl und den damit verbundenen Zuständen aus, damit Sie nicht ganz unberührt von allerlei Zeiterscheinungen bleiben. Oder gar unempathisch, wie man so schön sagt. Furcht ist immer noch besser als Lethargie.

 

Eva Mühlbacher

Der Momentesammler

Emma ist weg. Von einem Tag auf den anderen ist sie verschwunden. Nur ihre beste Freundin Julia weiß, dass sie aufgebrochen ist, um zu schreiben. Auf der Reise, die Emma antritt, wird sie viel über sich selbst, das Leben und das Schreiben erfahren. Dazu begibt sie sich an den einzigen Ort, an dem sie ihre Geschichte finden kann: in ihre Fantasie. Für Emmas Mitbewohner geht das Leben unterdessen weiter. Da ist Michele, der das Theater liebt, Francesco, dem eine kleine Bar gehört, Christoph, der in die Künstler-WG so hineingerutscht ist. Und sie alle beginnen zu begreifen, was Emma meinte, als sie sagte, Geschichten verbinden uns alle.

 

Heinz Kröpfl

Mondgebete und Stoßgedichte

Von biblischen Anspielungen und Motiven durchdrungen und unter wiederkehrender Einbindung der griechischen und römischen Mythologie, weisen die hier versammelten Gedichte eine starke, transzendental-existenzielle Spannung auf. Laut oder leise, mitunter apokalyptisch, hadernd, zweifelnd, Anstoß nehmend – und schon nach dem nächsten Umblättern wieder nach Einung und Versöhnung trachtend: So tritt dieser Lyrik-Foto-Zyklus zutage. Um schließlich mit kalter Nüchternheit, aber auch der Andeutung von Zuversicht ein Ende zu finden: vage aufschimmernde Dunkelheiten des Lichts.

 

Veronika Aschenbrenner

Kuckucksglück

Drei Jahrzehnte. 60er, 80er, 2000er. 

Menschen, die eine Familie sein sollen. Mutter, Vater, Tochter. Ein Roman in drei emotionalen Durchzugskapiteln mit der Frage:

Wie viele Kompromisse erträgt die Lüge?